Unter einer Seifenoper (von engl. soap opera) versteht man regelmäßig gesendete Endlosserien, wie sie vor allem im Fernsehen, aber auch im Hörfunk vorkommen. Seifenopern dienen vor allem dazu, ein werbefreundliches Umfeld zu schaffen und sind meist billig produziert.
Jetzt aber keine Sorge: „Trockendock” ist weder billig produziert, noch wird es endlos sein.
Indopazifische Weißband-Putzergarnelen sind die am häufigsten zum Zweck der Haltung im Meerwasseraquarium importierten Garnelen. Sie sind gut haltbar, friedlich und schädigen keine anderen wirbellosen Tiere. Bei der Eingewöhnung müssen sie sehr sorgfältig an das Aquarienwasser gewöhnt werden, da sie sonst einen osmotischen Schock erleiden und daran sterben können.
Prolog
Wann wird's mal wieder richtig Sommer?
Der Sommer kommt spürbar auf uns zu. Die Wolken machen immer mehr Platz für die Sonne, Hagel bleibt aus, und die putzigen kleinen Fischchen im Schwimmteich zeigen sich wieder öfter tummelnd zwischen den für die Wasserreinigung verantwortlichen Repositionspflanzen.
Und was der Mensch bei Vögeln und vielen anderen Umweltgenossen bereits erleben durfte beginnt nun auch bei unseren geliebten Fischen, dem Kreislauf des Lebens folgend, von Neuem – es wird gebalzt was das Zeug hält.
Die Bewohner eines kleinen Schwimmteichs im Herzen der Berliner Großstadt sind da keine Ausnahme!
Nur, wer jetzt glaubt, das sei bei Fischen alles ganz einfach und problemlos, der irrt gewaltig. In so einem Teich spielen sich wahre Seifenopern ab: Verlangen, Hass, Abneigung, Konkurrenz, Verlassen-werden und der Tod. Auch in Ihrem Schwimmteich sieht es ähnlich aus!
Aber bleiben wir doch einfach in Berlin. So ungewöhnlich der Ort für einen Schwimmteich in einer großen Gartenanlagen im Altbau-Hinterhof auch scheint, mindestens genauso ungewöhnlich sind seine Bewohner …
Von Fischen und anderen Wasserratten.
Aaron und Isabel, die farbenprächtigen Skalare, ahnen noch nichts von den bevorstehenden Veränderungen. Die zwei Segelflosser sind schon seitdem Sie im Schwimmteich ankamen ein Paar. Die Entscheidung war irgendwie logisch, schließlich sind sie die einzigen Ihrer Art hier.
Zu den Nachbarn haben sie keinen sehr engen Kontakt.
Die kleine Weißband-Putzergarnele Kris, die schon vor Ihnen hier war, versteckt sich ohnehin meist in Felsspalten oder Höhlen und Mirko, der alte Wels, findet das junge Paar viel zu quirlig, als dass er sich zu lange mit ihnen unterhalten wollen würde.
Daneben leben im Schwimmteich eigentlich nur noch die typischen Rollegel, Libellenlarven, eine Wasserasselfamilie und ein paar Wasserkäfer. Von Zeit zu Zeit lassen sich auch Teichnapfschnecken und Zwergposthörnchen blicken – die halten sich aber meist vom größten Tohuwabohu im Teich fern …